In-Vitro-Fertilisation (IVF)

Im Rahmen der In-Vitro-Ferti­li­sation (= künst­liche Befruch­tung) werden die nach einer hor­mo­nellen Stimu­lation heran­ge­reiften Eibläs­chen in einer Kurz­narkose über die Scheide punktiert und ab­ge­saugt. Die auf diese Weise gewon­nenen Eizellen werden in unserem Embryo­logie­labor mit den Samen­zellen in einem Kultur­schälchen zusam­men­ge­führt. Damit eine Befruch­tung statt­findet, muss eine Samen­zelle selbst­ständig in die Eizelle eindringen.

Dies wird am nächsten Tag kon­trolliert. Alle befruch­teten Eizellen werden in speziellen Nähr­lösungen im Inku­bator kulti­viert und drei bis fünf Tage später wird ein Embryo schmerz­los in die Gebär­mutter über­tragen (Embryo­transfer). Bei erfolg­reicher Ein­nistung können Sie sich 14 Tage später über einen posi­tiven Schwanger­schafts­test freuen.

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Intrazytoplas­ma­tische Spermien­injektion (ICSI)

Die ICSI ist eine Spezial­form der künst­lichen Befruch­tung und wird immer dann ein­ge­setzt, wenn sich aus­ge­prägte Ein­schrän­kungen in Menge, Form und Beweg­lich­keit der Samen­zellen zeigen. Dabei wird in unserem Embryo­logie­labor unter dem Mikro­skop jeweils eine Samen­zelle in eine reife Eizelle injiziert.

Wie viele Eizellen befruchtet wurden, wird am nächsten Tag beurteilt. Alle befruch­teten Eizellen werden in speziellen Nähr­lösungen im Inkubator kultiviert und drei bis fünf Tage später wird ein Embryo schmerz­los in die Gebär­mutter über­tragen (Embryo­transfer). Bei erfolg­reicher Ein­nistung können Sie sich 14 Tage später über einen posi­tiven Schwanger­schafts­test freuen.

In besonderen Fällen (z.B. Azoo­spermie[nbps]– völliges Fehlen von Samen­zellen im Ejakulat) ist es not­wendig, die Samen­zellen mittels TESE für die ICSI direkt aus dem Hoden­gewebe zu entnehmen.

IVF im Naturzyklus

Bei dieser Therapie­form handelt es sich um die künst­liche Befruchtung im natür­lichen, nicht stimu­lierten Zyklus der Frau. Sie eignet sich am besten für Frauen, deren Frucht­bar­keit durch eine ver­min­derte Eier­stock­reserve ein­ge­schränkt ist. Dabei muss die Eizell­reifung ent­weder über­haupt nicht oder nur mit mini­maler Hormon­gabe unter­stützt werden. Die Entnahme der Eizelle erfolgt über die Scheide, wobei meist nicht einmal eine Narkose nötig ist.

Ob diese Eizelle befruchtet ist, wird am nächsten Tag beurteilt. Sie wird in speziellen Nähr­lösungen im Inkubator kultiviert und drei bis fünf Tage später wird ein Embryo schmerz­los in die Gebär­mutter über­tragen (Embryo­transfer). Bei erfolg­reicher Ein­nistung können Sie sich nach 14 Tagen über einen posi­tiven Schwanger­schafts­test freuen.

Welche zusätzlichen Maß­nahmen können die Chance auf eine Schwanger­schaft erhöhen?

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Unser Kinderwunsch­zentrum bietet unter­schied­liche Zusatz­angebote für Sie an:

Assisted Hatching (= assistierte Schlüpfhilfe)

Embryonen und Blastozysten sind von einer schützenden Hülle umgeben (= Eihülle). 5 bis 6 Tage nach der Befruchtung verlässt der Embryo/die Blastozyste diese Hülle (= Schlüpfen oder „hatching“), um sich in der Gebär­mutter­schleim­haut einzunisten.

Manchmal ist diese Schutzhülle zu dick, sodass das Schlüpfen erschwert wird. Hier kann das sogenannte „assisted hatching“ helfen. Am Tag des Embryo­transfers wird die Eihülle unter dem Mikroskop mit Hilfe eines medizinischen Lasers angeritzt und somit eine Sollbruchstelle geschaffen. Dadurch soll das Schlüpfen erleichtert werden.

EmbryoGlue®

Das Anhaften des Embryos an der Gebärmutterschleimhaut ist die Voraussetzung für eine Schwanger­schaft. Um die Wahrscheinlichkeit der Einnistung zu erhöhen, kann beim Embryo­transfer ein spezielles Medium verwendet werden, das ähnlich wie ein Klebstoff wirkt (EmbryoGlue® = „Embryonen­kleber“). Das Medium legt sich schützend um den Embryo und unterstützt durch seine klebrigen Eigenschaften die Kontakt­auf­nahme zwischen Embryo und Gebär­mutter­schleim­haut.

Präimplantationsdiagnostik

Die Präimplantationsdiagnostik (= PID) bezeichnet eine Methode der genetischen Untersuchungen an entwicklungsfähigen Zellen, bevor diese in die Gebärmutter eingebracht werden. Sie wird zur Erkennung von Erbkrankheiten und Abweichungen vom normalen Chromosomensatz angewendet und unterliegt einer strengen gesetzlichen Regulierung.

Unser Kinderwunschzentrum bietet derzeit die sogenannte Polkörperbiopsie (= PKD) und die Trophektoderm­biopsie (= TOBI) an.

Wir beraten Sie gerne, ob und welche dieser Methoden für Sie passend ist!

Scratching (= Einnistungshilfe)

Manchmal kann es hilfreich sein mit Hilfe des sogenannten Scratchings die Gebär­mutter­schleim­haut „anzukratzen“, um damit die Einnistung anzuregen. Dabei ist es auch möglich, eine Biopsie der Gebär­mutter­schleim­haut zu entnehmen und feingeweblich zu untersuchen.

Immunglobulin-Infusion

Sollte sich im Rahmen einer immunologischen Abklärung eine Auffälligkeit zeigen, kann mit der Gabe von Immunglobulinen aus menschlichem Plasma die immunologische Situation verbessert werden. Über Nutzen und Kosten beraten wir Sie gerne.

Entspannungspackage vor Embryotransfer

Damit Sie sich entspannt auf die aufregende Reise mit Ihrem Embryo begeben können, bieten wir Ihnen vor dem Embryotransfer ein individuelles Package aus Akupunktur, Meditation und beruhigenden Düften unserer Aromaöle an. Selbstverständlich können diese Leistungen auch einzeln in Anspruch genommen werden.