Im Inkontinenz-Zentrum an der Privat­klinik Confraternität & Goldenes Kreuz werden schwere Fälle von Störungen der Harn­blasen­funktion und Harn­inkontinenz rasch und professionell ab­ge­klärt bzw. be­handelt. Sensible Themen, die die Be­troffenen oft­mals mit körper­lichen Be­schwerden und persön­lichem Un­be­hagen be­lasten. Nicht selten führen eine ein­ge­schränkte Mobilität und/oder soziale Nach­teile als Folge der Harn­inkontinenz zu einem Rück­gang des Wohl­befindens und einem Ver­lust an Lebens­qualität. Die erfolg­reiche Be­hand­lung er­fordert daher neben medizinischer Kompetenz be­sonderes Fein­ge­fühl für die individuelle Situation der Patient:innen.

Das offene persönliche Gespräch hat für die Spezialist:innen des Inkontinenz-Zentrums an der Privatklinik Confraternität & Goldenes Kreuz einen ganz besonderen Stellen­wert. Renommierte Urolog:innen mit lang­jähriger Er­fahrung nehmen sich aus­reichend Zeit, um die Details einer not­wendigen Be­hand­lung den Be­troffenen ver­ständ­lich zu machen und einen individuellen Therapie­plan mit ihnen ab­zu­stimmen. In vielen Fällen kann die Ur­sache einer vor­liegenden Störung rasch identifiziert und eine erfolgs­ver­sprechende Be­hand­lung um­gehend ein­ge­leitet werden.

Welche Blasen­funktions­störungen werden im Inkontinenz-Zentrum be­handelt?

Speziell in der erfolgreichen Be­hand­lung von Inkontinenz beim Mann als Folge­er­scheinung von Prostata­ent­fernungen haben sich die Spezialist:innen des Inkontinenz-Zentrums an der Privat­klinik Confraternität & Goldenes Kreuz einen Namen ge­macht. Aber auch Be­troffene von Harn­inkontinenz als Be­gleit­er­scheinung von anderen Er­krank­ungen be­ziehungs­weise nach Un­fällen oder Ver­letzungen sind bei unserem Experten­team in besten Händen.

Ist der Blasen- und Schließ­muskel­apparat be­schädigt oder führen vor­an­ge­gangene konservative Maß­nahmen – beispiels­weise in Folge einer radikalen Prostat­ektomie – nicht zum ge­wünschten Be­hand­lungs­erfolg, so ist mög­licher­weise eine Operation die effektivste Be­hand­lungs­form. Die lang­jährige Er­fahrung unserer auf die Be­hand­lung von Inkontinenz spezialisierten Urolog:innen er­mög­licht eine rasche und um­fassende Be­ur­teilung der Be­schwerden sowie eine effektive, auf die individuellen Wünsche und Be­dürf­nisse der Patient:innen aus­ge­richtete Be­hand­lungs­methode.

Zu den Kernkompetenzen bei den operativen Therapie­formen zählen ins­besondere der Ein­satz von dynamischen Schließ­muskel­prothesen, adjustier­baren Ballons sowie die An­wendung von Schlingen­ver­fahren.

Behandlung von Inkontinenz

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Harninkontinenz bei Frauen

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Operative Methoden zur Be­hand­lung von Harn­inkontinenz beim Mann

Die Auswahl des am besten geeigneten Verfahrens erfolgt unter Betrachtung objektiver medizinischer Kriterien, aber vor allem auch in Abstimmung mit dem Betroffenen. Es ist wichtig, die Gesamtsituation sowie die individuellen Wünsche und Bedürfnisse des Patienten bei der Bestimmung einer geeigneten Operationsmethode zu berücksichtigen.

Die folgenden Verfahren haben sich in jahrelanger Praxis bewährt und können in vielen Fällen eine wesentliche Verbesserung der Lebensqualität bewirken:

AMS 800 Schließmuskelprothese (hydraulischer Sphinkter)

Wenn medikamentöse oder minimalinvasive Behandlungen einer Harninkontinenz nicht die gewünschte Wirkung erzielen, kann die Implantation eines künstlichen Harnröhrenschließmuskels als Behandlungsmethode eine sinnvolle Alternative sein. Das am häufigsten verwendete System, das insbesondere bei Inkontinenz beim Mann in Folge einer Prostataentfernung erfolgreich eingesetzt wird, ist die AMS 800 Schließmuskelprothese. Der sogenannte hydraulische Sphinkter besteht aus drei Komponenten (Manschette, Druckballon, Bedienpumpe), die implantiert werden und über ein Silikonschlauchsystem miteinander verbunden sind.

Die Manschette ist mit Flüssigkeit gefüllt und dient dem Verschluss der Harnröhre. Sie hat den Zweck, im Ruhezustand einen ungewollten Harnverlust zu vermeiden. Idealerweise ist dieser Verschluss komplett dicht. Zur Entleerung der Blase betätigt der Patient durch manuellen Druck die Bedienpumpe, die unter der Haut des Hodensacks implantiert ist. Dadurch wird die Manschette leer gepumpt, die Harnwege werden freigegeben und der Urin kann kontrolliert abfließen. Dieser Vorgang wird vom Träger mehrmals am Tag wiederholt.

Während der Entleerung der Blase fängt der Ballon, der direkt neben der Blase oder im Bauchraum platziert ist, die aus der Manschette abgeleitete Flüssigkeit auf und speichert sie kurzzeitig. Durch einen Überdruck im Ballon füllt sich die Manschette automatisch wieder ohne Zutun des Benutzers, sodass die Harnröhre wenige Minuten später wieder vollständig verschlossen ist.

Die manuelle Öffnung der Prothese zum kontrollierten Ablassen des Urins wird vom Träger selbst durch Betätigung der Bedienpumpe vorgenommen. Die Pumpe kann durch die Haut des Hodensacks hindurch getastet und mit etwas Geschick und Übung mühelos betätigt werden. Für die Implantation des AMS-Schließmuskelsystems sind eine ca. 30- bis 60-minütige Operation und ein mehrtägiger stationärer Aufenthalt notwendig.

Einige Wochen nach der Operation – nach erfolgter Wundheilung – wird der künstliche Harnröhrenschließmuskel aktiviert. Die Zufriedenheit mit dem hydraulischen Sphinkter ist allgemein sehr hoch, da der Patient mit etwas Übung die Bedienpumpe im Alltag gut steuern kann („Auf-Zu-Mechanismus“).

Das AMS 800-System wird vorwiegend bei Männern mit Harninkontinenz nach einer radikalen Prostataentfernung eingesetzt und gilt in Folge über viele Jahre hinweg als sehr zuverlässig.

Schlingenverfahren

Bei leichter bis mittelschwerer Harninkontinenz kann das Einsetzen einer Schlinge im Rahmen einer minimalinvasiven urologischen Operation oft den gewünschten Behandlungserfolg herbeiführen. Schlingenverfahren haben den Vorteil, dass nach dem Einsetzen zum Urinieren keine Manipulation durch den Betroffenen notwendig ist. Somit eignen sich Schlingen grundsätzlich für Männer, die das Wasserlassen ohne vorherige Selbstmanipulation bevorzugen bzw. die keine selbstständige Bedienung eines Auslösemechanismus vornehmen können. Die Erfolgsaussicht beim Einsatz von Schlingenverfahren ist auch bei bestrahlten Patienten vielversprechend, der Grad der Inkontinenz stellt meist keine Einschränkung dar.

Zum Einsatz kommen einerseits anpassbare (adjustierbare) Schlingen (z.B. Argus- und Remeex-Schlingen, Atoms-Methode), aber auch nicht-adjustierbare Schlingen (z.B. AdVance-Schlingen). Vorteil der anpassbaren Verfahren ist die Möglichkeit der individuellen Adaption (Adjustierbarkeit) nach dem Einhalten einer 3- bis 4-wöchigen Einheilungsphase. Die Lage der Schlinge kann postoperativ, aber auch noch nach Jahren den Wünschen und Bedürfnissen des Patienten entsprechend angepasst werden. Diese Anpassung – die bei nicht-adjustierbaren Systemen eben nicht gegeben ist – erfolgt dann meist unter örtlicher Betäubung.

ProACT Ballons

Seit etwa 15 Jahren ist für die Behandlung der männlichen Inkontinenz die ProACT-Schließmuskelprothese in Europa im Einsatz. Es handelt sich dabei um ein vollständig implantierbares System, das vorwiegend zur Wiederherstellung der Kontinenz nach einer Prostataoperation eingesetzt wird. Das System besteht aus zwei Silikonballons, die über einen Silikonschlauch mit einem Punktionsventil verbunden sind. Über einen minimalinvasiven Schnitt durch den Damm werden die Ballons oberhalb des Beckenbodens rechts und links der Harnröhre in einer kurzen Operation mit anschließendem stationären Aufenthalt direkt am Blasenhals eingesetzt.

Nach einigen Wochen der Regeneration und erfolgter Wundheilung beginnt der:die Arzt:Ärztin damit, die Ballons schrittweise aufzufüllen. Durch eine gezielte Punktion kann das Volumen der implantierten Ballons jederzeit adjustiert werden. Dieser kurze und weitgehend schmerzfreie Eingriff kann in der Regel ambulant erfolgen. Nach durchschnittlich drei Adjustierungen kommt es im Erfolgsfall zu einer entsprechenden Erhöhung des Widerstands in der Harnröhre, weil die Ballons die Harnröhre einengen und die Kontinenz somit verbessert wird.

Die ProACT-Methode besticht durch einen vergleichsweise eher kurzen, relativ schonenden Eingriff sowie die postoperative Möglichkeit zur Optimierung des Behandlungserfolgs. Die ProACT-Schließmuskelprothese kommt jedoch nicht für Patienten nach einer Bestrahlung oder bei einer Schließmuskellähmung in Frage.

Häufig gestellte Fragen zu Harn­inkontinenz nach einer Prostata-OP

Wie häufig tritt Inkontinenz nach einer Prostata­operation auf?

Etwa 5 % der Männer leiden nach einer voll­ständigen Ent­fernung der Prostata (radikale Prostat­ektomie) an Harn­inkontinenz­problemen. Schonende Operationsmethoden und roboter-assistierte Chirurgie verringern das Risiko.

Welche Behandlungs­möglich­keiten gibt es bei Harn­inkontinenz nach einer Prostata-OP?

Bei Harninkontinenz nach einer Prostata-Operation stehen ver­schiedene Be­hand­lungs­möglich­keiten zur Ver­fügung. Dazu zählen:

  • Einfache Schlingen (Sling-Systeme)
  • Verstellbare Schlingen
  • Verstellbare Ballon­systeme
  • Künstliche Schließ­muskeln (Sphinkter) mit Öffnungs- und Schließ­mechanismus

Welche Methode ein­ge­setzt wird, hängt von ver­schiedenen Faktoren wie dem Schwere­grad der Inkontinenz oder möglichen Kontra­indikationen ab.

Nicht jede Therapie ist für jeden Patienten ge­eignet. Daher ist es ent­scheidend, dass alle gängigen Be­hand­lungs­methoden zur Ver­fügung stehen, um eine individuell passende Lösung zu finden.

Wie lange dauert eine Operation bei Inkontinenz und wie lange dauert der Klinik­auf­ent­halt?

Die Dauer einer Inkontinenz-Operation ist in der Regel kurz, da die Ein­griffe minimal-invasiv durch­ge­führt werden.
Typische Operations­zeiten sind:

  • Ballon-Implantation: ca. 15 Minuten
  • Sphinkter-Implantation (künstlicher Schließ­muskel): ca. 45 Minuten

Auch der Klinik­auf­ent­halt ist ent­sprechend kurz und dauert maximal zwei Tage.

Kann Inkontinenz auch mehrere Jahre nach der Prostata-Operation noch be­handelt werden?

Ja, Inkontinenz nach einer Prostata-Operation kann jeder­zeit - auch mehrere Jahre nach dem Ein­griff - be­handelt werden.

Ist der Patient sechs Monate nach der Prostata-OP weiter­hin inkontinent, sollte eine ge­zielte Ab­klärung und Be­hand­lung er­folgen. Eine Therapie ist je­doch auch fünf oder sogar zehn Jahre nach der Operation noch möglich.

Wie erfolgreich ist die Be­hand­lung von Inkontinenz?

Die Behandlung von Inkontinenz nach einer Prostata-Operation ist in den meisten Fällen sehr erfolg­reich. Die Be­schwerden können ent­weder voll­ständig be­hoben oder deut­lich ver­bessert werden, sodass eine Teil­nahme am ge­sell­schaft­lichen Leben wieder möglich ist.

Im Inkontinenz-Zentrum der Privat­klinik Confraternität & Goldenes Kreuz stehen alle gängigen und welt­weit ver­füg­baren Be­hand­lungs­methoden zur Ver­fügung. Dadurch können unter­schied­liche Formen der Inkontinenz ge­zielt therapiert werden.

Beeinträchtigt die Inkontinenz­be­hand­lung eine laufende Krebs­therapie?

Nein, eine Inkontinenz­be­hand­lung be­ein­trächtigt eine laufende Krebs­therapie in der Regel nicht.

Auch während einer Chemo­therapie ist eine Be­hand­lung, die zwischen den einzelnen Therapie­zyklen durch­ge­führt wird, möglich. Auf­grund der minimal-invasiven Ver­fahren lässt sich Inkontinenz in vielen Fällen be­handeln, ohne den Ablauf der Krebs­therapie zu stören.

Expertenteam

Die Expertise unserer Urolog:innen beruht auf jahre­langer Praxis mit Ein­griffen und Ver­fahren unter­schied­lichster Art, zahl­reichen Fach-Publikationen sowie dem persön­lichen Aus­tausch mit international renommierten Expert:innen aus dem In- und Aus­land.

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