Schwangerschaftsdiabetes: Gefahr für Mutter und Kind
Schwangerschaftsdiabetes (Gestationsdiabetes), eine der häufigsten Komplikationen in der Schwangerschaft, verläuft meist symptomlos und beschwerdefrei. Dabei handelt es sich um erhöhte Blutzuckerwerte, die erstmals während der Schwangerschaft entdeckt werden. Durch die Störung des Zuckerstoffwechsels steigt das Risiko für Entwicklungsstörungen beim Baby und für gesundheitliche Folgen bei der Mutter.
Schwangerschaftsdiabetes: Häufiger als viele denken
Zu den Risikofaktoren zählen Übergewicht, ein Alter über 30 Jahren und eine erbliche Veranlagung. Diese Form des Diabetes kann jedoch auch ohne bekannte Risikofaktoren auftreten. Im Rahmen der österreichischen Eltern-Kind-Pass-Untersuchungen wird bei Schwangeren zwischen der 24. und 28. Schwangerschaftswoche ein Blutzuckertest (oraler Glukosetoleranztest) durchgeführt.
Welche Folgen hat Schwangerschaftsdiabetes für das Baby?
Mit Ernährung und Bewegung gegensteuern
Auch nach der Geburt im Blick behalten
Stillen schützt auch die Mutter
Gesunde Ernährung während der Schwangerschaft
Eine gute Energie- und Nährstoffversorgung ist während der Schwangerschaft besonders wichtig. Eine ausgewogene, abwechslungsreiche und gut verträgliche Ernährung mit ausreichend Vitaminen und Nährstoffen ist für die werdende Mutter und das ungeborene Kind unerlässlich, betont Elisabeth Breuer, Ernährungsberaterin an der Privatklinik Confraternität & Goldenes Kreuz.
Der Energiebedarf steigt von der 13. bis zur 27. Schwangerschaftswoche um etwa 250 kcal. Von der 28. bis zur 40. Schwangerschaftswoche sollte die Kalorienzufuhr um weitere 500 kcal erhöht werden.
- Nehmen Sie über den Tag verteilt fünf Mahlzeiten zu sich – drei Hauptmahlzeiten und zwei Zwischenmahlzeiten.
- Trinken Sie mindestens 1,5 Liter: Am besten sind Wasser, Mineralwasser, ungesüßter Tee sowie stark verdünnte natürliche Obst- und Gemüsesäfte.
- Sie dürfen Kaffee trinken, sollten jedoch nicht mehr als zwei bis drei Tassen pro Tag zu sich nehmen. Seien Sie auch vorsichtig mit grünem und schwarzem Tee: Trinken Sie maximal vier Tassen pro Tag.
- Koffeinhaltige Getränke wie Energy-Drinks und chininhaltige Getränke wie Tonic Water und Bitter Lemon sollten vermieden werden.
- Verzichten Sie auch auf Alkohol, da dieser die Gesundheit Ihres Kindes gefährden kann.
- Genießen Sie täglich fünf Handvoll Gemüse, Hülsenfrüchte und Obst – drei Handvoll Gemüse und/oder Hülsenfrüchte und zwei Handvoll Obst.
- Ab der 13. Schwangerschaftswoche empfehlen wir eine zusätzliche Portion Gemüse. Je bunter Sie Ihre Mahlzeiten gestalten, desto besser!
- Vier Handvoll Kartoffeln und Getreide täglich, vorzugsweise Vollkorn, tragen zu einer ausgewogenen Ernährung bei. Vollkornprodukte enthalten wertvolle Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe.
- Achten Sie bitte darauf, beim Verzehr von Vollkornprodukten ausreichend zu trinken, da sonst die Gefahr von Verstopfung besteht.
Infos und Kontakt:
Die Diätologinnen der Privatklinik Confraternität & Goldenes Kreuz bieten auch ambulante Ernährungsberatung für Schwangere an.