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Moderne Anästhesie: Weit mehr als nur Narkose

Chirurgen im OP-Saal mit Überwachungsmonitor im Vordergrund.

Die Anästhesiolo­gie mit ihren vier Säulen Anästhesie, Intensiv­medizin, Notfall­medizin und Schmerz­therapie hat sich aus der Chirurgie heraus entwickelt und ist eines der jüngsten Fächer der Medizin. Fachärzt*­innen für Anästhesio­logie, die soge­nannten Anästhe­sisten, begleiten ihre Patient*­innen durch den gesamten Prozess der Anästhesie/Narkose und stehen ihnen vor, während und nach dem medizinischen Eingriff zur Seite. Sie sorgen für die notwendigen und individuell angepassten Dosierungen während des Eingriffs, für die Aufrechterhaltung der vitalen Funktionen während operativer und diagnostischer Eingriffe sowie für intensivmedizinische, notfallmedizinische und schmerztherapeutische Maßnahmen.

Sicher, schonend, individuell
Anästhesisten von heute können auf sichere, schonendere und verträg­lichere Verfahren zurückgreifen, die exakter steuerbar sind und eine maßge­schneiderte Anwendung erlauben. Das liegt nicht nur an besseren Geräten und Medika­menten, sondern auch am größeren Verständnis der Fachärzt*­innen, wie beides im individuellen Fall optimal eingesetzt werden kann. „Die Anästhe­sio­logie ist ein sehr sicheres Fach geworden. Ich beruhige meine Patient*­innen augenzwinkernd mit der Aussage, dass der Weg in unsere Klinik zehnmal so gefährlich ist wie die Anästhesie selbst“, erklärt Dr. Max Gosch, Facharzt für Anästhesiologie und Intensivmedizin mit Ordination in der Privatklinik Confraternität & Goldenes Kreuz und bis März 2026 Leiter der Abteilung für Anästhe­sio­logie und Intensiv­medizin der Klinik.

Aufklärungsgespräch des Anästhesisten mit einer Patientin.

Diffuse Angst vor Kontroll­verlust
Die unterschwellige Angst vieler Menschen vor der Anästhesie führt er auf das Gefühl des Ausge­liefert­seins und des Kontroll­verlusts zurück. „Obwohl immer wieder Zwischen­fälle während Operationen kolportiert werden, sind diese in Wahrheit äußerst selten“, beruhigt der Mediziner. Das Vertrau­ens­verhältnis zum Anästhe­sisten bzw. zur Anästhe­sistin sei eine gute Basis für den angstfreien Gang in den OP. Denn im Gegen­satz zu großen Kranken­häusern mit ihrem Wechsel an dienst­habenden Anästhesie-­Ärzt:innen, kennen die Patient*­innen und Schwan­geren in der Privat­klinik Confraternität & Goldenes Kreuz ihre:n zuständige:n Anästhesist:in.

Vertrauen durch Aufklärung und Information
Patient:innen, die gut informiert sind, können sich besser auf die Narkose – ob Allge­mein­anästhesie (Voll­narkose) oder Regio­nalanä­sthesie (Teilnar­kose) – einstellen. Das routine­mäßige Vorge­spräch mit dem Anästhe­sisten bzw. der Anästhe­sistin vor der Operation dient dem gegen­seitigen Kennen­lernen, der Aufklä­rung über Ablauf und Risiko und etwaigen Fragen. Darüber hinaus ist die Abklärung verschie­dener wichtiger Parameter wie Alter, Gesund­heits­zustand, Vorer­kran­kungen, Allergien, Medika­menten­einnahme oder Sucht­mittel­konsum vor der Operation essenziell. Dies dient dem Anästhe­sisten u.a. als Entschei­dungs­grundlage dafür, welche Form der Anästhesie für den Patienten bei dem geplanten Eingriff am besten geeignet ist.

Interdisziplinäre, personen­bezogene Betreuung
Die Abteilung für Anästhe­siolo­gie und Intensiv­medizin, OP und Aufwach­raum der Privat­klinik Confraternität & Goldenes Kreuz mit ihren Fach­ärzt*­innen und dem Pflege­team ist eine wichtige Schnittstelle innerhalb des Hauses. In inter­diszipli­närer Zusammen­arbeit mit anderen Abtei­lungen wie Chirurgie, Geburts­hilfe und Innerer Medizin sowie Beleg­ärzt*­innen werden Patient*­innen individuell und intensiv betreut – und immer ganz­heitlich im Blick behalten. „In der Privat­medizin ist die Anästhesie personen­bezogener, das bietet mehr Spielraum, um Vertrauen aufzu­bauen und Sicherheit zu vermitteln“, betont Max Gosch.

Zur Abteilung für Anästhesiologie und Intensivmedizin