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Gesund und fit bis ins hohe Alter

Älter werden bedeutet nicht auto­matisch, auf Gesund­heit, Fit­ness und Lebens­qualität verzich­ten zu müssen. Wer auf regel­mäßige Vor­sorge, ausreichend Bewe­gung und moderne Präven­tions­angebote setzt, kann wich­tige Risiko­faktoren früh erkennen und aktiv etwas für ein gesundes Leben im Alter tun.

Älterer Mann bei der Ultraschalluntersuchung

Lebensqualität durch Prävention

Prävention ist gerade im Alter beson­ders wichtig – die meisten Krebs­erkran­kungen treten bei Patient:innen über 60 Jahren auf. Wie für alle Patient:innen gilt auch für Senior:innen: Je früher eine Erkran­kung erkannt wird, desto besser sind die Heilungs­chancen.

Gerade für die Gene­ration 50+ sind der Erhalt von Gesund­heit und Fit­ness die wichtigsten Voraus­setzungen für eine hohe Lebens­qualität sowie ein selbst­bestimmtes und erfülltes Leben. Ziel ist es, möglichst lange gesund zu bleiben – mit Lebens­qualität und Leistungs­fähi­gkeit.

Achten Frauen mehr auf ihre Gesund­heit als Männer?

Ja, im Allge­mei­nen trifft das zu. Aller­dings gehen Frauen unter 50 häufiger zu Krebs­vorsorge­unter­suchungen als ältere Frauen – und das ist paradox, denn die meisten Krebs­erkran­kungen treten erst ab 60 Jahren auf. Gerade für Frauen nach den Wechsel­jahren ist eine regel­mäßige Vor­sorge beson­ders wichtig.

Warum gehen Männer seltener zur Untersuchung?

Viele Männer suchen erst dann eine Ärztin oder einen Arzt auf, wenn sie wirklich krank sind. Untersu­chungen werden gemieden, weil sie unan­genehm sind oder weil man sich nicht mit ernst­haften Krank­heiten auseinan­dersetzen möchte. Männer vermeiden Arzt­besuche oft aus Angst vor einer unan­genehmen Diagnose, möglichen Folgen einer Erkrankung und deren Behandlung. Sie informieren sich seltener oder spielen die Schwere der Symp­tome herunter. In den letzten Jahren hat das Bewusst­sein für Männer­gesund­heit jedoch zuge­nommen, und immer mehr Männer achten stärker auf ihre Gesund­heit.

Warum ist Sport auch im Alter wichtig?

Sportliche Aktivität sorgt für Zufrieden­heit, ein gutes Körper­gefühl, schützt vor verschie­denen Krank­heiten und wirkt anti­depressiv. Es gibt viele gute Gründe, auch im höheren Alter damit zu beginnen – selbst für chronisch Kranke oder Menschen, die lange keinen Sport gemacht haben. Dennoch sollte man mit dem Arzt oder der Ärztin abklären, welche Sport­arten geeignet sind.

Warum sollten gera­de ältere Men­schen regel­mäßig zur Krebs­vorsorge gehen?

Die Mehrheit aller Krebs­patient:innen ist über 65 Jahre alt. Je früher Krebs erkannt wird, desto besser sind die Heilungs­chancen – unab­hängig vom Alter. Neue Studien zeigen, dass ältere Menschen Krebs im Durch­schnitt genauso lange überleben wie jüngere. Entscheidend für den Erfolg einer Krebs­therapie ist weniger das Alter als vielmehr der allge­meine körperliche und psychische Zustand sowie weitere krank­heits­spezifische Faktoren.

Herz- und Kreis­lauf­erkran­kungen – das größte Risiko

Herz-Kreislauf-Erkran­kungen sind die häufigste Todes­ursache. Sie ent­stehen oft durch einen über lange Zeit unge­sunden Lebens­stil. Gefäß­schäden wie Arterio­sklerose sind tückisch, da sie lange keine Beschwer­den verursachen. Gesund­heits-Check-ups können erste Hinweise liefern, etwa schlechte Blut­werte oder bestehende Krank­heiten. Der Arzt kann dann recht­zeitig eine Therapie einleiten, wodurch sich in vielen Fällen ein Herz­infarkt verhindern lässt.

Auch Ablagerungen in den Hals­schlag­adern oder in den kleinen Gefäßen des Gehirns sollten untersucht werden, da sie einen Schlag­anfall verursachen können.

Seniorin beim Sehtest

Seh- und Hörver­mögen nehmen im Alter ab

Wer den Ruhestand mit allen Sinnen genießen möchte, sollte Augen und Ohren regel­mäßig über­prüfen lassen. Nachlas­sendes Hörver­mögen ist ein typisches Alters­zeichen. Nur wer gut hört, kann aktiv am sozialen Leben teil­nehmen – Studien zeigen, dass dies auch das Risiko für Demenz senken kann.

Eine gute Seh­hilfe kann eben­falls die geistige Fitness fördern. Durch regel­mäßige augen­ärztliche Untersuchungen können häufige Erkran­kungen wie Grauer Star oder Grüner Star früh erkannt und gut behan­delt werden.

Viele ältere Menschen leiden an Arthritis oder Osteo­porose

Rheumatoide Arthritis und Osteo­porose schränken im Alter häufig die Lebens­qualität ein. Besonders bei rheuma­toider Arthritis sollte nach Auftreten der ersten Symptome rasch eine Therapie begonnen werden, um dauerhafte Gelenk­schäden zu vermeiden.

Knochendichte­mess­ungen sind wichtig zur Einschät­zung des Osteo­porose­risikos. Vorbeugen lässt sich Osteo­porose durch eine kalzium­reiche Ernäh­rung und regel­mäßige Bewegung im Freien. Ist die Knochen­dichte bereits zu niedrig, stehen verschie­dene medika­mentöse Therapien zur Verfü­gung.

Die Schilddrüse – ein kleines Organ mit großer Wirkung

Die Schilddrüse arbeitet im Alter anders: Typische Symp­tome einer Über- oder Unter­funktion verändern sich und werden manch­mal mit anderen alters­beding­ten Erkran­kungen verwechselt. Deshalb ist eine genaue Diagnostik wichtig. Schild­drüsen­hormone sind nicht nur für viele Organe bedeutend, sondern haben auch großen Einfluss auf Psyche und emotio­nales Gleich­gewicht.

Wie wichtig sind Impfun­gen im Alter?

Mit zunehmendem Alter lässt die Leistungs­fähig­keit des Immun­systems nach, weshalb Impfungen besonders wichtig sind. Viele ältere Menschen unter­schätzen deren Bedeutung. Krank­heits­verläufe sind im Alter oft schwerer und kompli­kations­reicher. Ärzt:in­nen empfehlen, den Impf­schutz gegen Grippe und Pneumo­kokken (Bakterien, die u. a. Lungen­entzün­dungen verur­sachen können) regelmäßig aufzu­frischen. Ebenso wichtig sind Auffri­schungs­impfungen gegen Tetanus, Diph­therie und Keuch­husten.

Infos und Kontakt:


Im Vorsorgezentrum der Privat­klinik Confra­ternität & Goldenes Kreuz werden Gesund­heits­checks von erfahrenen Fach­ärzt:innen nach neuesten wissen­schaftlichen Erkennt­nissen angeboten – sowohl standar­disierte Unter­suchungs­module als auch indivi­duelle Program­me. Diese erfolgen ambulant in ange­nehmer Atmo­sphäre und können durch optimale Koor­dination der Termine zeit­sparend absolviert werden.


T: +43 1 40111-5701 (Montag bis Freitag von 8 bis 19 Uhr)
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