4 Minuten

Behandlung von Arthrose im Sprunggelenk

Als Verbindungs­gelenk zwischen dem Unter­schenkel und dem Fuß muss das Sprung­gelenk die größte Belastung aller Gelenke aushalten. Bereits beim Gehen wird es um ein Viel­faches des Körper­gewichts belastet, beim Laufen und Springen ist die Belastung umso größer.

Prof. Hans-Jörg Trnka und Dr. Peter Bock vom Zentrum für Fußchirurgie/Fusszentrum Wien vor Röntgenbildern eines Patienten

Die Arthrose des Sprung­gelenks ist eine häufig auftretende degene­rative Erkrankung, die meist durch alters­bedingte Abnutzung, voran­gegan­gene Knöchel­brüche, chronische Poly­arthritis und Fehl­stellungen entsteht. Sie kann zu Schmerzen und Bewegungs­einschrän­kungen führen und die Lebens­qualität erheblich einschränken.

Was sind die Symptome einer Sprung­gelenks­arthrose?


Zu den möglichen Symptomen einer Sprung­gelenks­arthrose zählen ziehende Schmerzen, Anlauf­schmerzen, in den Fuß oder den Unter­schenkel ausstrah­lende Schmerzen, stechende Schmerzen sowie Schmerzen bei seitlichen Neigungs­bewegungen.

Wie wird eine Arthrose diagnostiziert?


Die Diagnose erfolgt in der Privat­klinik Confraternität & Goldenes Kreuz mittels einer konventionellen Röntgen­aufnahme. In einigen Fällen ist zusätzlich eine MRT-Untersuchung erforderlich.

Welche konservativen Behand­lungs­methoden sind geeignet?


Zu den konservativen Behand­lungs­methoden zählen Muskel­aufbau­übungen, Physio­therapie und vor allem geeignetes Schuh­werk. Ziel der Behandlung ist stets die Beseitigung von Schmerzen und Bewegungs­ein­schränkungen.

Wann ist eine Operation ratsam, und welche Methoden stehen zur Verfügung?


In fortgeschrittenen Stadien und wenn eine konserva­tive Behandlung keine nennens­werte Besserung bringt, sollte eine Operation in Betracht gezogen werden, um dauer­hafte Schmerz­linderung und Bewegungs­freiheit wieder­her­zustellen. Folgende Methoden stehen zur Verfügung:

Fußspezialist Prof. Hans-Jörg Trnka zeigt einer Patientin den Grad der Erkrankung anhand eines Modells eines Sprunggelenks.

Arthrodese

Bei der Arthrodese des Sprung­gelenks, auch Sprung­gelenk­versteifung genannt, wird der verbleibende Knorpel entfernt und das Gelenk anschließend mit zwei oder drei Schrauben fixiert. Nach der Operation tragen die Patient:innen zwei Wochen lang einen Gipsverband, gefolgt von einem Gehgips für sechs bis acht Wochen. 

 

Endoprothese

Bei diesem Verfahren wird das körper­eigene Gelenk durch ein künstliches Gelenk aus hoch­wertigen, gewebe­verträg­lichen Materialien ersetzt. Spezielle Beschich­tungen auf der Rückseite des Implantats sorgen dafür, dass das Implantat eine feste und besonders stabile Verbin­dung mit dem Knochen eingehen kann. Ein frei gleitender Kunst­stoff­kern zwischen den Metall­kompo­nenten gewähr­leistet eine natürliche Bewegung. Die Prothese wird zement­frei eingesetzt.

Wie lange dauert der Klinik­auf­enthalt, wie lange die Genesung?


Der stationäre Aufenthalt dauert zwischen 2 und 5 Tage. Das Bein wird für 6 bis 8 Wochen mit einem belast­baren Gips­verband ruhiggestellt. Für den lang­fristigen Erfolg der Operation ist eine gezielte Physio­therapie entscheidend, um ein gesundes, stabiles und normales Gang­bild zu erreichen.

Infos und Kontakt:


Das Zentrum für Fuß­chirurgie der Privat­klinik Confra­ternität & Goldenes Kreuz/Fusszentrum Wien bietet Patient:innen mit Fuß­erkran­kungen und Bein­defor­mitäten ein breites Spektrum an medizi­nischen Leistungen unter Einsatz modernster Infra­struktur und Hightech-Geräten. Univ.-Prof. Dr. Hans-Jörg Trnka und sein Team von Fuß­chirurgen gelten als ausge­wiesene Experten für die Behand­lung von Verände­rungen an Vorfuß und Rückfuß sowie von Sport­verletzungen.

 

Zentrum für Fußchirurgie/­Fusszentrum Wien
Alser Straße 43/Top 8d
1080 Wien
T: +43 1 40 85 993
E: sekretariat@fusszentrum.at