Behandlung von Arthrose im Sprunggelenk
Als Verbindungsgelenk zwischen dem Unterschenkel und dem Fuß muss das Sprunggelenk die größte Belastung aller Gelenke aushalten. Bereits beim Gehen wird es um ein Vielfaches des Körpergewichts belastet, beim Laufen und Springen ist die Belastung umso größer.
Die Arthrose des Sprunggelenks ist eine häufig auftretende degenerative Erkrankung, die meist durch altersbedingte Abnutzung, vorangegangene Knöchelbrüche, chronische Polyarthritis und Fehlstellungen entsteht. Sie kann zu Schmerzen und Bewegungseinschränkungen führen und die Lebensqualität erheblich einschränken.
Was sind die Symptome einer Sprunggelenksarthrose?
Zu den möglichen Symptomen einer Sprunggelenksarthrose zählen ziehende Schmerzen, Anlaufschmerzen, in den Fuß oder den Unterschenkel ausstrahlende Schmerzen, stechende Schmerzen sowie Schmerzen bei seitlichen Neigungsbewegungen.
Wie wird eine Arthrose diagnostiziert?
Die Diagnose erfolgt in der Privatklinik Confraternität & Goldenes Kreuz mittels einer konventionellen Röntgenaufnahme. In einigen Fällen ist zusätzlich eine MRT-Untersuchung erforderlich.
Welche konservativen Behandlungsmethoden sind geeignet?
Zu den konservativen Behandlungsmethoden zählen Muskelaufbauübungen, Physiotherapie und vor allem geeignetes Schuhwerk. Ziel der Behandlung ist stets die Beseitigung von Schmerzen und Bewegungseinschränkungen.
Wann ist eine Operation ratsam, und welche Methoden stehen zur Verfügung?
In fortgeschrittenen Stadien und wenn eine konservative Behandlung keine nennenswerte Besserung bringt, sollte eine Operation in Betracht gezogen werden, um dauerhafte Schmerzlinderung und Bewegungsfreiheit wiederherzustellen. Folgende Methoden stehen zur Verfügung:
Arthrodese
Bei der Arthrodese des Sprunggelenks, auch Sprunggelenkversteifung genannt, wird der verbleibende Knorpel entfernt und das Gelenk anschließend mit zwei oder drei Schrauben fixiert. Nach der Operation tragen die Patient:innen zwei Wochen lang einen Gipsverband, gefolgt von einem Gehgips für sechs bis acht Wochen.
Endoprothese
Bei diesem Verfahren wird das körpereigene Gelenk durch ein künstliches Gelenk aus hochwertigen, gewebeverträglichen Materialien ersetzt. Spezielle Beschichtungen auf der Rückseite des Implantats sorgen dafür, dass das Implantat eine feste und besonders stabile Verbindung mit dem Knochen eingehen kann. Ein frei gleitender Kunststoffkern zwischen den Metallkomponenten gewährleistet eine natürliche Bewegung. Die Prothese wird zementfrei eingesetzt.
Wie lange dauert der Klinikaufenthalt, wie lange die Genesung?
Der stationäre Aufenthalt dauert zwischen 2 und 5 Tage. Das Bein wird für 6 bis 8 Wochen mit einem belastbaren Gipsverband ruhiggestellt. Für den langfristigen Erfolg der Operation ist eine gezielte Physiotherapie entscheidend, um ein gesundes, stabiles und normales Gangbild zu erreichen.
Infos und Kontakt:
Das Zentrum für Fußchirurgie der Privatklinik Confraternität & Goldenes Kreuz/Fusszentrum Wien bietet Patient:innen mit Fußerkrankungen und Beindeformitäten ein breites Spektrum an medizinischen Leistungen unter Einsatz modernster Infrastruktur und Hightech-Geräten. Univ.-Prof. Dr. Hans-Jörg Trnka und sein Team von Fußchirurgen gelten als ausgewiesene Experten für die Behandlung von Veränderungen an Vorfuß und Rückfuß sowie von Sportverletzungen.
Zentrum für Fußchirurgie/Fusszentrum Wien
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